Yin und Yang
Die Yin-Yang-Lehre ist eines der zentralen Konzepte der chinesischen Philosophie. Sie offenbart das universelle Prinzip der Einheit der Gegensätze in allen Dingen. Diese Lehre prägt maßgeblich das theoretische System der TCM und bildet eine wichtige Grundlage für die Gesundheitspflege.
Philosophische Bedeutung von Yin und Yang
Grundcharakteristika:
– Universalität: Yin und Yang sind in allen Phänomenen vorhanden (Himmel = Yang, Erde = Yin; Sonne = Yang, Mond = Yin)
– Relativität: Die Zuordnung hängt vom Bezugssystem ab (z.B. beim menschlichen Körper: Rücken = Yang, Bauch = Yin)
– Transformationsfähigkeit: Extreme wandeln sich ins Gegenteil (überschüssiges Yin wird zu Yang, überschüssiges Yang wird zu Yin)
Wechselbeziehungen:
-Gegenseitige Verwurzelung: Yang existiert durch Yin, Yin existiert durch Yang
-Dynamische Balance: Fluktuation im Gleichgewicht
-Gegenseitige Umwandlung: Kälte-Extrem erzeugt Hitze, Hitze-Extrem erzeugt Kälte
Yin-Yang-Verteilung im menschlichen Körper
Allgemeine Zuordnung:
– Körperoberfläche = Yang, innere Organe = Yin
– Oberkörper = Yang, Unterkörper = Yin
– Funktionen = Yang, Substanz = Yin
Spezifische Entsprechungen:
-Rücken: Yang-Leitbahnen konzentriert (Du Mai = „Meer der Yang-Leitbahnen“)
-Bauch: Yin-Leitbahnen verlaufen (Ren Mai = „Meer der Yin-Leitbahnen“)
-Gliedmaßen: Außenseiten = Yang, Innenseiten = Yin
